Verbrauche profititieren von der Marktsituation bei kostenlosen Girokonten

Immer mehr Banken bieten ein kostenloses Girokonto an und versuchen damit Neukunden zu werben. Die Marktsituation bei den kostenlosen Girokonten ist hart umkämpft und die Banken überbieten sich teils in den Aktionen. Die eindeutigen Profiteure davon sind die Verbraucher, die mit Geldgeschenken und anderen Attraktiven Prämien geworben werden. Bei einigen Banken erhält man neben einer Kontogutschrift weitere Vorteile wie beispielsweise Tankrabatte oder eine kostenlose Kreditkarte, mit der man beim Einkaufen und Shoppen noch weitere Boni oder Rabatte erhält. Was zunächst einmal sehr gut klingt und tatsächlich auch in vielen Fällen einen geldwerten Vorteil verspricht, sollte jedoch immer genau hinterfragt werden.

Gerade bei den kostenlosen Girokonten ist nicht jedes Produkt empfehlenswert. Unter Umständen zahlt man bei einem kostenlosen Girokonto sogar drauf und zwar immer dann, wenn es einen bestimmten Mindestgeldeingang gibt. Viele Banken bieten ein kostenloses Girokonto nur dann an, wenn man monatlich einen regelmäßigen Geldeingang in bestimmter Höhe vorweisen kann oder das Girokonto als Gehaltskonto führt. Ist das nicht möglich, zahlt man für ein eigentlich als kostenloses Girokonto angebotenes Produkt am Ende doch wieder Gebühren. Daher sollte man sich gerade in der aktuellen Marktsituation bei kostenlosen Girokonten immer genau informieren und die Angebote vergleichen.

Eine Geldprämie nützt sehr wenig, wenn Sie durch versteckte Gebühren auf Jahressicht dann doch mehr bezahlen. Wer ein kostenloses Girokonto abschließt, der möchte damit Bankgebühren sparen und nicht unnötig draufzahlen. Daher sollte man sich durch einen unabhängigen und neutralen Girokonto Vergleich im Internet vorab informieren, um keine teurer Überraschung zu erleben. Es gibt sehr gute und empfehlenswerte Girokonten, die tatsächlich ohne Gebühren und versteckte Bedingungen auskommen. Auch bei diesen erhält man oftmals eine Prämie oder ein Geldgeschenk für die Kontoeröffnung.

Zusammen gefasst sollte man die vielen attraktiven Girokonto Angebote genau miteinander vergleichen. Die Auswahl für ein kostenloses Girokonto macht man jedoch besser nicht daran aus, ob man nun 20 Euro, 30 Euro oder 50 Euro als Kontoeröffnungsprämie erhält, sondern wie viel Sie effektiv mit dem jeweiligen kostenlosen Girokonto auf Jahressicht einsparen. Unter dem Strich macht sich ein kostenloses Girokonto, das ohne Mindestgeldeingang auskommt immer bezahlt und kann die bessere Wahl sein, selbst wenn es keine attraktive Prämie oder Neukundenaktion gibt.

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Postbank Giro Plus wieder mit attraktivem Startguthaben für Neukunden

Die Postbank bietet derzeit wieder eine sehr interessante Aktion für Neukunden an. Für die Eröffnung eines kostenlosen Girokontos, dem sogenannten Postbank Giro Plus erhalten Neukunden derzeit 100 Euro als Startguthaben. Um die Prämie in Höhe von 100 Euro als Startguthaben zu erhalten, muss man das kostenlose Girokonto der Postbank allerdings in der Happy Hour eröffnen. Das ist eine spezielle Aktion der Postbank, die derzeit täglich zwischen 19:00 Uhr bis 21:00 Uhr stattfindet. Jeder, der in dieser Zeit über die spezielle Aktionsseite das Postbank Giro Plus Konto eröffnet, der erhält die Prämie. Die einzige Voraussetzung ist, dass man innerhalb der letzten 6 Monate kein Girokonto bei der Postbank hatte und man somit als Neukunde gilt.

Das Postbank Giro Plus ist ein sehr gutes kostenloses Girokonto, das über einen hohen Komfort und zahlreiche Extras verfügt. Es ist allerdings nur dann empfehlenswert, wenn man monatlich mindestens 1000 Euro als regelmäßigen Geldeingang erhält. Wenn man diesen monatlichen Mindestgeldeingang nicht erfüllt, werden monatlich 5,90 Euro Gebühren für das Postbank Giro Plus fällig. Gemessen an den Leistungen sind diese Konditionen immer noch günstig, wer jedoch ein kostenloses Girokonto sucht, der sollte das Postbank Giro Plus als Gehaltskonto führen. In diesem Fall entfällt die monatliche Kontoführungsgebühr und man erhalt ein sehr gutes Girokonto für 0 Euro.

Ein weiteres kostenloses Extra beim Postbank Giro Plus ist die optionale Kreditkarte. Im ersten Jahr nach Kontoeröffnung entfällt die Jahresgebühr für die Kreditkarte komplett. Im zweiten Jahr werden dann günstige 22 Euro jährlich berechnet, wenn man die Kreditkarte weiterhin nutzen möchte. Wer sich für das Postbank Giro Plus interessiert und von der derzeitigen Aktion mit den 100 Euro als Startguthaben profitieren möchte, der sollte unbedingt in der Happy Hour das Girokonto eröffnen. In dieser Zeit wird man zu einer speziellen Aktionsseite geleitet, auf der sämtlichen Konditionen nochmals zusammen gefasst sind. Die Kontoeröffnung erfolgt dann direkt online und ist innerhalb weniger Minuten erledigt.

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Kostenloses Girokonto aushandeln

Zum Thema kostenloses Girokonto fallen einem in erster Linie die Angebote von Direktbanken wie der DKB oder der Netbank ein. Aber immer öfter hört man auch von Kunden, die bei regional organisierten Banken ein kostenloses Girokonto unterhalten und damit zufrieden sind. Oftmals fallen in diesem Zusammenhang die Namen Sparda Bank und PSD Bank. In letzter Zeit hört man aber auch immer öfter von kostenlosen Girokonten bei den Sparkassen.

Diese Kreditinstitute haben gemeinsam, dass sie regional organisiert sind. Konkret bedeutet dies, dass man als Kunde bei z.B. der Sparkasse Köln andere Konditionen hat, als bei der Kreissparkasse München Starnberg. Die Sparkassen und Genossenschaftsbanken zeichnen sich im Gegensatz zu den meisten Privatbanken durch die Unabhängigkeit der regionalen Niederlassungen aus.

Für Kunden, die eine Hausbank einer Direktbank vorziehen, kann es sich deshalb durchaus lohnen bei den ortsansässigen Sparkassen und Genossenschaftsbanken nachzufragen. Eventuell bieten auch diese Institute ein günstiges oder kostenloses Girokonto an. Auch wenn ein kostenloses Girokonto standardmäßig nicht angeboten wird, kann man unter Umständen mit der lokalen Filiale über die Konditionen verhandeln. In diesem Fall hat man natürlich bessere Karten, wenn man sich vorher über die Konditionen von Direktbanken, die ein kostenloses Girokonto anbieten, gründlich informiert. Ein gutes Online-Vergleichsportal erleichtert einem diese Arbeit.

In der Regel wird man aber trotzdem einige Konditionen, die Direktbanken anbieten vermissen. So wird man bei einer Sparkasse oder Genossenschaftsbank selten eine Kreditkarte erhalten, mit der man weltweit kostenlos Bargeld abheben kann wie bei der DKB, oder eine so gute Verzinsung auf Guthaben wie bei der Netbank. Aber es spricht natürlich nichts dagegen neben einem Girokonto bei der Hausbank parallel ein Girokonto bei einer Direktbank zu unterhalten, sofern dieses bedingungslos kostenlos, dh. vor allem ohne monatlichen Mindestgeldeingang, ist. Selbständige und Freiberufler sollten ohnehin zumindest zwei Konten haben, aber auch für Angestellte kann ein Mehr-Konten-Modell aufgrund der verschiedenen Vor- und Nachteile der Angebote einen Vorteil bieten.

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Inflationrate auch im Februar wieder auf hohem Niveau

Nach einer ersten Schätzung des statistischen Bundesamts von heute hat die Inflationsrate in Deutschland auch im Februar erneut in Folge die Marke von zwei Prozent gerissen. Damit erreicht, bzw. überschreitet die Inflation den von der Europäischen Zentralbank als Preisstabilität definierten Wert von knapp unter zwei Prozent.

Die Teuerungsrate ist vor allem den steigenden Energiekosten geschuldet. Bei den Konsumausgaben der Deutschen machen die Energiekosten einen erheblichen Teil der gesamten Ausgaben aus. Alleine Benzin oder Diesel schlägt bei den Ausgaben mit ca. 3,5 Prozent zu Buche, während die Ausgaben für Obst und Gemüse lediglich bei ca. zwei Prozent liegen.

In Folge der Unruhen in vielen arabischen Förderländern ist der Ölpreis in den vergangenen Wochen massiv angestiegen. Bei den Kraftstoffen liegt die Teuerungsrate zum Teil um die 13 Prozent, beim Heizöl sogar bei ca. 31 Prozent. In der Schätzung sind die jüngsten Anstiege des Ölpreises aufgrund der Libyen-Krise noch nicht einmal eingerechnet. Aber auch andere Rohstoffpreise, die von Industrie und Unternehmen benötigt werden haben im Preis angezogen. Zudem erhöhen auch viele Strom- und Gasversorger im März und April ihre Preise.

Aufgrund der nach wie vor, bzw. zunehmend unsicheren Lage im arabischen Raum ist damit zu rechen, dass dieser Trend anhält, bzw. noch zunimmt. Mittel- und langfristig wird sich das auch auf andere Konsumgüter auswirken. Daher ist zu erwarten, dass die EZB früher als geplant gezwungen sein wird die Leitzinsen zu erhöhen, was einen allgemeinen Anstieg des Zinsniveaus zur Folge haben dürfte.

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Bezahlen im Internet: Die virtuelle Kreditkarte

Die Idee einer virtuellen Kreditkarte ist infolge der in den letzten Jahren steigenden Nutzung des Internets als Einkaufs- und Handelsplattform entstanden, da beim Online-Einkauf des Öfteren nur eine Bezahlung per Kreditkarte möglich ist. In den USA sind virtuelle Kreditkarten schon deutlich weiter verbreitet als bei uns in Deutschland. Doch auch hierzulande gibt es inzwischen einige wenige Anbieter dieser speziellen Form der Kreditkarte. Im Prinzip ist die virtuelle Kreditkarte mit den bereits weiter verbreiteten Prepaid-Kreditkarten zu vergleichen, nur dass man keine Plastikkarte erhält, sondern lediglich über die entsprechenden Daten wie Kreditkartennummer, Name des Kreditkarteninhabers, Ausstellungsdatum, Verfallsdatum und Prüfnummer verfügt. Zum Einkauf im realen Handel ist dieses Modell daher nicht geeignet, aber für Online- oder Katalog-Bestellungen hat man damit alles, was man braucht. Wie bereits erwähnt, handelt es sich bei den bisher gängigen Angeboten um Prepaid-Karten, d.h. die Kreditkarte wird auf Guthabenbasis geführt.

Natürlich stellt sich die Frage, wozu brauche ich eine virtuelle Kreditkarte? Zum einen bietet sich dadurch eine Möglichkeit für Personen, die mangels regelmäßiger Einkünfte oder wegen eines negativen Schufa-Eintrags keine Kreditkarte erhalten, am Online- und Katalog-Handel teilzunehmen. Da die virtuelle Kreditkarte auf Guthabenbasis geführt wird, gibt es auch keine Bonitätsprüfung. Zum anderen kann man eine virtuelle Kreditkarte weder verlieren, noch kann sie einem gestohlen werden. Zudem verliert man selbst in einem möglichen Betrugsfall nur das Guthaben mit dem man die Karte aufgeladen hat.

Gänzlich gebührenfrei ist eine virtuelle Kreditkarte in der Regel aber nicht, wie am Beispiel der Wirecard Bank AG, dem ersten und bisher größten Anbieter auf dem deutschen Markt, zu sehen ist. Die Kontoeröffnung sowie der Erhalt der Online-Kreditkarte sind zwar kostenlos, für Transaktionen werden jedoch Gebühren fällig. Eine Geldeinzahlung per Überweisung kostet einen Euro, per Kreditkarte drei Prozent des Betrages, aber mindestens einen Euro. Das Bezahlen mit der Online-Kreditkarte ist für den Kunden kostenlos, für eine Überweisung auf ein anderes Wirecard-Konto werden 50 Cent erhoben.

Fazit: Vor allem für Personen, die oft im Internet einkaufen, aber aus verständlicher Vorsicht ungern ihre normale Kreditkartennummer im Internet bekanntgeben wollen, ist eine virtuelle Kreditkarte ein wertvolles und empfehlenswertes Zahlungsmittel.

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Betrug am Geldautomaten: Cash-Trapping nimmt zu

Ob Sie ein kostenloses Girokonto bei einer Online-Bank haben, oder ein Girokonto bei einer Filialbank, in der Regel werden Sie sich an Geldautomaten mit Bargeld versorgen. Schon länger laufen Betrugsversuche am Bankautomaten denen beim Online-Banking den Rang ab.

Während bisher dabei das sogenannte „Skimming“, also das Ausspähen der Kartendaten und der PIN zur Erstellung von illegalen Karten-Duplikaten im Vordergrund stand, findet in der letzten Zeit eine vergleichsweise primitive Methode immer mehr Verbreitung.

Beim sogenannten „Cash-Trapping“ bringen Kriminelle am Ausgabeschacht des Automaten eine Attrappe mit einem dahinter liegenden Klebestreifen an. Der Automatenkunden glaubt bei einer Abhebung an einen Defekt des Automaten, da kein Geld ausgegeben wird. In Wirklichkeit bleibt das Geld aber an dem auf der Rückseite der Attrappe befindlichen Klebestreifen haften und wird damit auch nicht wieder eingezogen. Da diese Betrugsversuche in der Regel außerhalb der Schalteröffnungszeiten zum Zuge kommen, verlässt der verdutzte Kunde die Bank mit der Absicht sich am nächsten Tag mit dem Geldinstitut in Verbindung zu setzen. Dann kommen die Betrüger zurück und kassieren das am Klebstreifen befindliche Geld und der Betrag ist bereits vom Konto abgebucht.

Die Polizei rät im Fall, dass trotz Bestätigung der Abhebung am Bildschirm kein Geld ausgegeben wird, am Automaten zu bleiben und möglichst mit der Bank Kontakt aufzunehmen. Ein gut gemeinter Rat, allerdings dürfte das in den meisten Fällen außerhalb der Öffnungszeiten der Bank schwierig werden. Daher sollte man im Zweifelsfall über das hoffentlich mitgeführte Handy direkt die Polizei rufen.

Bisher erstatten die Banken in der Regel dem Kunden den Schaden, da in den meisten Fällen die Auswertung der Überwachungsvideos über die Manipulation und das spätere Abholen der Beute durch die vermummten Täter Klarheit bringt.

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Jedermann-Konto: Gute Idee – mangelhafte Umsetzung

Um heutzutage vernünftig am täglichen Geldverkehr teilnehmen zu können, ist ein Girokonto nahezu unverzichtbar. Die meisten Einnahmen (Gehalt, Arbeitslosengeld, Sozialgeld, …) und Ausgaben (Miete, Telefonrechnung, Krankenversicherung, …) laufen heute wie selbstverständlich über ein Girokonto. Während es für Gehaltsempfänger kein Problem ist ein Girokonto, bzw. sogar ein kostenloses Girokonto, zu eröffnen, stoßen einige Personengruppen wie Arbeitslose, Bezieher von Sozialleistungen, aber auch Selbständige und Freiberufler bei den Banken oftmals auf Widerstand und Ablehnung.

Daher wurde in den 90er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts der Begriff des Jedermann-Kontos geprägt. Trotz einiger Vorstöße von Seiten der Politik kam es in diesem Bereich bislang nicht zu einer gesetzlichen Lösung. Um ein vom Gesetzgeber geplantes allgemeines Recht auf ein Girokonto für Jedermann zu verhindern, haben sich die deutschen Banken und Sparkassen im Rahmen des Zentralen Kreditausschusses der Banken im Jahr 1996 eine freiwillige Selbstverpflichtung auferlegt, dass jeder Bürger ein Girokonto auf Guthabenbasis bekommt. Das sogenannte Jedermann-Konto kann nicht überzogen werden, bietet aber die üblichen Basisfunktionalitäten eines normalen Girokontos wie Einzahlungen, Auszahlungen, Überweisungen,Lastschriften und Daueraufträge.

Die Eröffnung eines Girokontos kann laut Selbstverpflichtung abgelehnt, bzw. ein bestehendes Bankkonto gekündigt werden, wenn

  • der Kunde die Leistungen des Kreditinstitutes missbraucht, insbesondere für gesetzwidrige Transaktionen, z.B. Betrug, Geldwäsche, o.ä.
  • der Kunde Falschangaben macht, die für das Vertragsverhältnis wesentlich sind
  • der Kunde Mitarbeiter oder Kunden grob belästigt oder gefährdet
  • die bezweckte Nutzung des Kontos zur Teilnahme am bargeldlosen Zahlungsverkehr nicht gegeben ist, weil z.B. das Konto das Konto durch Handlungen vollstreckender Gläubiger blockiert ist oder ein Jahr lang umsatzlos geführt wird
  • nicht sichergestellt ist, dass das Institut die für die Kontoführung und -nutzung vereinbarten üblichen Entgelte erhält
  • der Kunde auch im übrigen die Vereinbarungen nicht einhält

Eine negative Schufa Auskunft ist dagegen kein Grund, warum die Bank dem Kunden ein Girokonto auf Guthabenbasis verweigern dürfte. Leider gibt es trotz der freiwilligen Selbstverpflichtung immer wieder Schwierigkeiten bei der Kontoeröffnung, sei es dass die Kontoeröffnung abgelehnt wird oder die Konditionen und hier speziell die Kontoführungsgebühren übertriebene Höhen annehmen.

Fazit: Betroffene sollten zunächst versuchen ein kostenloses Girokonto ohne Mindestgeldeingang zu eröffnen. Mittel- und langfristig wird der Gesetzgeber aber nicht daran vorbeikommen ein grundsätzliches Recht auf ein kostenloses Girokonto auf Guthabenbasis einzuführen. Letztlich entsteht ja auch den Sozialbehörden und Arbeitsagenturen zusätzlicher Verwaltungsaufwand und Kosten des Geldverkehrs durch Kunden ohne Girokonto.

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Ein halbes Jahr P-Konto: Mängel in der Praxis

Das am 23.04.2009 vom Bundestag beschlossene “Gesetz zur Reform des Kontopfändungsschutzes“ wurde am 15.05.2009 vom Bundesrat abgesegnet, trat aber erst Mitte letzten Jahres (am 01.07.2010 ) in Kraft. Das Ergebnis ist die Einführung eines Pfändungsschutzkontos, auch P-Konto genannt. Dabei handelt es sich nicht, wie man vielleicht vermuten könnte, um eine eigenständige Konto-Form, sondern um die Möglichkeit des Bankkunden ein bereits bestehendes Girokonto auf Antrag bei der Bank als Pfändungsschutzkonto mit dem Vermerk P-Konto zu führen.

In der Praxis bedeutet das, dass für das so geführte Konto ein Pfändungsschutz in Höhe des Pfändungsfreibetrages gemäß § 850c ZPO besteht. Dies sind aktuell 985,15 Euro pro Monat. Im Gegensatz zu der vorangegangenen Rechtslage spielt die Art der Einkünfte keine Rolle. Das heißt auch Einkünfte aus selbständiger Tätigkeit oder auch freiwillige Zuwendungen Dritter sind in diesem Rahmen vor Pfändung geschützt. Der Pfändungsschutz kann unter bestimmten Umständen, wie z.B. Bezug von Kindergeld, Bestehen von gesetzlichen Unterhaltspflichten oder durch eine gerichtliche Entscheidung, erhöht werden. Wird der geschützte Betrag in einem Monat nicht komplett in Anspruch genommen, wird der Differenzbetrag auf den Folgemonat übertragen. Der Pfändungsschutz bezieht sich auf das Guthaben auf dem P-Konto und nicht etwa auf den eventuell von der Bank gewährten Verfügungsrahmen oder Dispositionskredit.

Jeder Bürger darf nur ein P-Konto führen, daher meldet die Bank diesen Umstand der Schufa. Der Eintrag P-Konto darf aber keinen Einfluss auf die Bonitäts-Auskünfte oder den Score-Wert des Bankkunden haben. Ob das in der Praxis allerdings wirklich so bewertet wird ist eher fraglich.

Die Praxis zeigt aber, dass viele Banken die Umwandlung eines Kontos in ein P-Konto zum Anlass nehmen, die Kontogebühren zu erhöhen, was in letzter Konsequenz dazu führen kann, dass sich genau der Kreis der betroffenen Personen das Girokonto nicht mehr leisten kann. Dieser Umstand ist noch nicht gesetzlich festgelegt, es gibt aber Stimmen aus der Politik, dass ein P-Konto eigentlich kostenlos sein sollte, die Umwandlung in ein P-Konto aber auf keinen Fall zu einer Erhöhung der Kontoführungsgebühren führen sollte.

Bislang blieb es allerdings seitens der Politik bei Lippenbekenntnissen. Aktiv ist vor kurzem die Verbraucherzentrale Sachsen mit einer Abmahnung gegen die VR Bank Mittelsachsen erfolgreich vorgegangen. Die Bank hatte für das „Pfändungsschutzkonto Privat“ ein monatliches Entgelt von 15 Euro erhoben und damit deutlich mehr als für ein normales Girokonto. „Am 27. Januar 2011 hat die Bank die geforderte Unterlassungserklärung abgegeben“, heißt es in einer Pressemitteilung der Verbraucherschützer. Die Verbraucherschützer raten allen ähnlich betroffenen Bankkunden sich an die jeweiligen Verbraucherzentralen zu wenden. Die Verbraucherzentralen würden es dann nicht bei dieser einmaligen Abmahnung belassen.

Fazit: Wie so oft wurde hier ein an sich gutes Vorhaben der Politik nicht konsequent zu Ende gedacht. Das kann und darf bei der Vielzahl der gegeneinander abzuwägenden Überlegungen natürlich passieren, allerdings erwartet der Bürger, dass die verantwortlichen politischen Gremien die Auswirkungen ihrer Gesetze in der praktischen Umsetzung verfolgen, überprüfen und zeitnah nachbessern.

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Dauerthema Dispozinsen

Der sogenannte Dispokredit, also ein mit der Bank vereinbarter Überziehungsrahmen beim Girokonto, gehört zu den am meisten benutzten Kreditformen in Deutschland. Das liegt vor allem wohl daran, dass dieser Kreditrahmen einmal von der Bank eingeräumt wird und dann vom Kunden bei Bedarf ohne weiteren bürokratischen Aufwand genutzt werden kann.

Wer sein Girokonto überzieht, muss Zinsen zahlen. Das ist prinzipiell ja auch in Ordnung. Über eine angemessene Höhe dieser Zinsen lässt sich allerdings trefflich streiten. So verwundert es nicht, dass der Zinssatz von Bank zu Bank sehr stark variiert. Die Dispozinsen liegen aktuell zwischen 6 und knapp 15 Prozent. Da der europäische Leitzins zu dem sich die Kreditinstitute ihrerseits mit Fremdkapital versorgen können nach wie vor bei günstigen 1,0 Prozent liegt, können einem bei Dispozinsen von teilweise deutlich über 10 Prozent durchaus Begriffe wie Wucher oder Abzocke in den Sinn kommen.

Durch einem Test der Stiftung Warentest im Sommer letzten Jahres, in dem dieser Zustand bemängelt wurde, konnten zwar einige extreme Anbieter mit Dispozinsen in Richtung 20 Prozent eingefangen werden, allerdings beklagt die Stiftung Warentest auch nach einem erneuten aktuellen Test immer noch das hohe Niveau der Überziehungszinsen.

Wie die Stiftung Warentest in ihrer aktuellen Untersuchung für die Zeitschrift Finanztest erneut feststellte, verlangen die meisten deutschen Banken noch immer viel zu hohe Dispozinsen. Zwischen 6 und 15 Prozent werden für die Überziehung fällig. Wird der Disporahmen überschritten, steigen die Zinsen in der Regel noch einmal. Die Stiftung Warentest beurteilt Überziehungszinsen bis, bzw. um die 10 Prozent noch als akzeptabel, spricht aber bei Zinsen von über 13 Prozent von Wucher.

Fazit: Die Höhe der Dispozinsen ist alleine schon aufgrund der großen Bandbreite zwischen den Banken ein wichtiges Kriterium bei der Auswahl des geeigneten Girokontos.

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Das kostenlose Girokonto der Volkswagen Bank

Die Volkswagen Bank trat vor 20 Jahren im Jahr 1990 als erste Direktbank der Automobilbranche in den Markt. Im vegangenen Jahr feierte die Bank ihr 20 jähriges Jubiläum und hat inzwischen über 1 Millionen Kunden und verfügt über ein Einlagenvolumen von 20 Milliarden Euro.

In ihrer Geschichte erhielten die Produkte der Bank etliche Auszeichnungen, wie die Auszeichnung als beste Sparbriefbank 2009 oder im vergangenen Jahr die Auszeichnung als bester Baufinanzierer unter den Direktbanken. Die Volkswagen Bank direct hat ein weit gestreutes Angebot an Produkten vom Girokonto über Tagesgeld, Sparbrief und weitere Anlage-, Spar- und Investmentprodukte bis zu Konsumenten- und Hypothekenkrediten.

An dieser Stelle soll speziell das Girokonto der VW-Bank beleuchtet werden. Hierbei handelt es sich um eine kostenloses Girokonto, allerdings unter der Bedingung eines monatlichen bargeldlosen Mindestgeldeingangs von 1.000 Euro. Aus welcher Quelle dieser regelmäßige Eingang kommt, spielt keine Rolle, allerdings muss der Eingang in einer Summe erfolgen.

Im Folgenden die wichtigsten Konditionen des Girokontos der VW Bank:

  • kostenloses Online-Girokonto bei mindestens 1.000,- Euro bargeldlosem Gutschriftseingang pro Monat in einer Summe
  • kostenlose Überweisungen und Daueraufträge
  • kostenlose Volkswagen Bank Card mit GeldKarte-Chip und kostenlose Partnerkarte
  • 1,35 % Guthabenverzinsung pro Jahr auf dem VISA-Card Konto
  • weltweit sicheres Online-Banking mit dem Bankey – dem elektronischen TAN-Generator
  • attraktive Direkt-Rabatte und Umsatzbonus mit der Volkswagen VISA Card, z.B. 1 % Rabatt beim Tanken
  • bis zu 30 Tage zinsfreier Kredit – alle Kreditkartenumsätze werden einmal monatlich dem Girokonto belastet.

Etwas schwierig gestaltet sich allerdings die kostenlose Versorgung mit Bargeld. Mit der Volkswagen Bank Card kann man nur an den wenigen Automaten der Volkswagen Bank kostenlos Bargeld abheben. Besser sieht die Situation aus, wenn man die VISA Card der Volkswagen Bank dazunimmt. Die Kreditkarte schlägt allerdings mit einer jährlichen Gebühr von 20 Euro zu Buche. Dafür kann man dann aber im Euroraum an allen Automaten mit Visa-Zeichen kostenlos Bargeld beziehen. Zusätzlich kann man mit einem Guthaben auf dem VISA-Card Konto solide Zinsen von 1,35% erwirtschaften und erhält bei einigen Unternehmen bei Bezahlung mit der Kreditkarte Rabatte, z.B. beim Tanken ein Prozent.

Auch Guthaben auf dem Girokonto werden mit immerhin 0,5 Prozent verzinst, was zwar nicht üppig aber bei einem Girokonto auch nicht selbstverständlich ist. Mit 10,12 Prozent Überziehungszins gehört die Volkswagen Bank zwar nicht zu den günstigsten Anbietern, liegt aber gerade noch in einem akzeptablen Bereich. Hervorzuheben ist auch das vorbildlich sichere Onlinebanking mittels TAN-Generator.

Aktuell erhält man als Girokonto-Neukunde bei der VW Bank einen Startbonus von 50 Euro. Voraussetzung für die Gutschrift des Bonus sind der zweimalige Eingang des monatlichen Mindestgeldeingangs von 1.000 Euro und regelmäßige Kontoumsätze.

Fazit: Von dem geforderten Mindestgeldeingang und der leider nicht kostenlosen Kreditkarte abgesehen handelt es sich bei dem kostenlosen Girokonto der Volkswagen Bank um ein durchaus gutes Angebot. Vorbildlich ist auch das sichere Online Banking.

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