Sicherheit beim Online-Banking: Was tun die Banken?

Wie bereits in einem vorangegangenen Artikel beschrieben schrecken viele Bankkunden davor zurück sich auf Online-Banking einzulassen und verzichten daher auf ein kostengünstiges oder kostenloses Girokonto, das von vielen Direktbanken angeboten wird. Ohne die Gefahren des Online-Bankings kleinzureden ist diese Methode des Geldverkehrs besser und sicherer als ihr Ruf.

In diesem Artikel werden die durchaus bemerkenswerten Bemühungen der Geldinstitute beleuchtet, Online-Banking möglichst sicher zu machen. Grundlage des Online-Bankings ist das sogenannte PIN/TAN-Verfahren. Dabei gewährleistet die PIN (Personal Identification Number) den grundsätzlichen Zugriff auf das Online-Konto. Das allerdings nur lesend, d.h. wer Zugriff auf diese Nummer hat, kann über das Internet Informationen wie Umsätze, Kontostand, etc. des Kontos abfragen. Transaktionen, also Geldbewegungen bedürfen zusätzlich der TAN (Transaction Number). In den Anfangszeiten des Online-Bankings wurde diese Trennung als ausreichend sicher betrachtet. Die praktische Erfahrung hat aber gezeigt, dass es immer wieder betrügerischen Zeitgenossen gelungen ist, dieses System auszuhebeln und erheblichen wirtschaftlichen Schaden auf den Konten der Online-Kunden anzurichten.

Das ursprüngliche Verfahren mit einer klassischen TAN-Liste, bei dem der Bankkunde für eine Transaktion eine beliebige TAN aus der Liste für eine Transaktion verwenden konnte, gehört nach etlichen Angriffen durch sogenannte Phishing-Mails, die zur Eingabe einer oder mehrerer TAN-Nummern aufforderten inzwischen fast der Vergangenheit an.

Mittlerweile ist der Minimalstandard das sogenannte iTAN-Verfahren. Dabei wird bei Transaktionen eine bestimmte (indizierte, bzw. nummerierte) TAN aus der Liste vom Bankserver angefordert. Dieses Verfahren ist schon deutlich sicherer, wurde aber durch von Trojanern (einer spezielle Form von Computerviren) ausgehende sogenannte Man-in-the-middle-Attacken immer öfter ausgehebelt. Dabei wird während der Transaktion durch die Schadsoftware die Bankverbindung einer Überweisung vom Anwender unbemerkt zugunsten eines Kontos des Betrügers verändert.

Sehr sicher ist das sogenannte mTAN-Verfahren (Mobile TAN). Dabei erhält der Bankkunde für jede Transaktion eine nur zu diesem Vorgang passende Transaktionsnummer per SMS auf sein Handy gesendet. Bisher sind nur relativ wenige erfolgreiche Angriffe bei diesem Verfahren bekannt. Nachteil sind aber die Kosten des SMS-Versands. Oft musste der Kunde die Kosten dieser zusätzlichen Sicherheit bezahlen, zudem muss der Anwender natürlich im Besitz eines Mobilfunkanschlusses sein. Während sich an letzterem systembedingt nichts geändert hat, gehen aber die Kosten betreffend immer mehr Banken dazu über mTAN als gebührenfreien Standard in ihre Angebote zu integrieren.

Der neueste und aktuell sicherste Standard ist das sogenannte chipTAN-Verfahren, auch sm@rtTAN-Verfahren genannt. Dabei erhält der Kunde von der Bank ein kleines Gerät, den sogenannten TAN-Generator. Im Schnitt ist dafür eine einmalige Gebühr von um die 10 Euro zu bezahlen. Der TAN-Generator ist ein mobiles Kartenlesegerät, das nach Einführen der Kontokarte eine TAN für eine anstehende Transaktion berechnet. Dabei geht die Kontonummer des Empfängers in die Berechnung der TAN ein. Damit ist die TAN eindeutig an die Bankverbindung des Zahlungsempfängers gebunden, sodass auch Man-in-the-middle-Attacken ins Leere laufen.

Fait: Die Banken bemühen sich in zunehmendem Maß um die Verbesserung der Sicherheit beim Online-Banking. Bei der Entscheidung für ein Girokonto sollte man als Kunden also auch neben anderen Konditionen auf die angebotenen Verfahren beim Online-Banking achten.

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DAB Bank: Auch der Direktanleger bietet ein kostenloses Girokonto

Die DAB Bank ist eigentlich eher als Direkt Anlage Bank und damit im Bereich Wertpapierhandel bekannt. Allerdings bietet die Bank auch ein sehr interessantes kostenloses Girokonto an. Im Rahmen eines Aktionsangebots für Neukunden bietet die DAB Bank bei einer Kontoeröffnung bis zum 31.03.2011 ihr Girokonto mit bedingungslos kostenloser Kontoführung an. Bei Eröffnung nach dem Aktionszeitraum gelten wieder die üblichen Konditionen mit Kontoführungsgebühren von 4 Euro im Monat, die aber bei einem monatlichen institutsfremden Geldeingang von mindestens 1.000 Euro entfallen.

Aber nicht nur deswegen lohnt sich eine Kontoeröffnung bis 31.03.2011. Eröffnet man auch das mit dem Girokonto angebotene kostenlose DAB Wertpapierdepot inklusive ebenfalls kostenlosem Tagesgeldkonto innerhalb des Aktionszeitraums, kann man auch noch von sehr guten Tagesgeldzinsen von 2,1 Prozent bei einer einjährigen Zinsgarantie ab Kontoeröffnung profitieren. Überträgt man bis zum 16.05.2011 auch noch ein bestehendes Depot bei einem anderen Institut auf das Wertpapierdepot der DAB Bank, bekommt man je nach Wert der übertragenen Wertpapiere auch noch ein paar Gramm Gold geschenkt.

Mit der inklusiven kostenlosen ec-/Maestro-Karte kann man an den ca. 9.000 Geldautomaten der CashGroup kostenlos Geld anheben. Doch damit nicht genug erhält man auch bei 1.300 Shell-Tankstellen, ca. 180 OBI-Märkten sowie den teilnehmenden OMV-Tankstellen Bargeld mit der Karte. Auch im Ausland kann man in 17 Ländern bei Banken der UniCredit Group Bargeld beziehen.

Entsprechende Bonität vorausgesetzt kann man auch einen entsprechenden Dispokredit-Rahmen beantragen und das zu einem Soll-Zins von 6,95 Prozent. Damit liegt die DAB Bank deutlich unter den meisten Mitbewerber. Für einen Jahrespreis von vergleichsweise günstigen 10 Euro erhält man optional auch eine vollwertige Kreditkarte (MasterCard).

Fazit: Ein wirklich gutes kostenloses Girokonto, vor allem, wenn man die Aktionsvorteile bei einer Kontoeröffnung bis zum 31.03.2011 mitnimmt. Positiv hervorzuheben ist vor allem der sehr günstige Dispozins.

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Das kostenlose Girokonto der Commerzbank

Wie die Tochter Comdirect bietet auch die Commerzbank ein kostenloses Girokonto an. Bei der Commerzbank handelt es sich aber natürlich um eine Filialbank. Das heißt Bankgeschäfte können neben dem bequemen Online-Banking auch in den 1.200 Filialen des Instituts abgewickelt werden. Dafür ist das angebotene Girokonto nicht bedingungslos gebührenfrei. Die kostenlose Kontoführung ist an einen regelmäßigen monatlichen Mindestgeldeingang von 1.200 Euro gebunden. Unter dieser Bedingung sind Überweisungen, Daueraufträge, Lastschriften, die ec-Karte (girocard-Maestro Card) und die Kontoführung inklusive und kostenlos.

Da die Commerzbank in der CashGroup organisiert ist, stehen 9.000 Geldautomaten zur Verfügung an denen mit der ec-Karte kostenlos Bargeld abgehoben werden kann. Eine kostenlose Kreditkarte ist in dem Angebot aber nicht enthalten. Eine Mastercard kann beantragt werden, schlägt aber mit einer Jahresgebühr von 29,90 Euro zu buche.
Die Commerzbank wirbt für ihr kostenloses Girokonto mit einem Startguthaben von 50.- Euro und einem inklusiven kostenlosen Tagesgeldkonto. Das Startguthaben gibt es aber nur für Neukunden, die bisher noch kein Konto bei der Commerzbank haben und ist an den monatlichen Mindestgeldeingang von 1.200 Euro gebunden. Die 50.- Euro Startguthaben werden drei Monate nach der Kontoeröffnung gutgeschrieben.

Das Tagesgeldkonto ist mit einer Verzinsung von aktuell 0,5 Prozent bei Einlagen bis 5.000 Euro und einem Prozent für Einlagen ab 5.000 Euro nicht wirklich interessant. Eine Kreditkarte (MasterCard) kann mit dem kostenlosen Girokonto beantragt werden, ist aber leider nicht kostenlos, sondern schlägt mit einer Jahresgebühr von 29,90 zu Buche. Mit ihren verhältnismäßig hohen Dispozinsen von aktuell 13,24 Prozent macht die Commerzbank auch keine Punkte.

Fazit: Für eine Filialbank ist das Girokonto-Angebot gar nicht so schlecht, sofern man das Konto als Gehaltskonto nutzt und den monatlichen Mindestgeldeingang von 1.200 Euro garantieren kann. Allerdings schade, dass keine kostenlose Kreditkarte dabei ist. Auch die hohen Dispozinsen der Commerzbank trüben den Eindruck. Positiv ist für Kunden die darauf Wert legen natürlich die Möglichkeit des Filialbankings und auch die große Anzahl von Geldautomaten der CashGrpup.

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Das kostenlose Girokonto der 1822direkt

Als Tochter der Frankfurter Sparkasse bietet auch die 1822direkt mit dem GiroSkyline genannten Konto ein kostenloses Girokonto an. Obwohl in den Bedingungen für eine kostenlose Kontoführung ein monatlicher Geldeingang gefordert wird, kann man aufgrund der Tatsache, dass weder Art noch Höhe diese monatlichen Zugangs vorgeschrieben sind, von einem nahezu bedingungslos kostenlosen Girokonto sprechen. Selbst für den Fall, dass das Konto keinen Eingang verzeichnet, bleibt das Girokonto mit monatlichen Kontoführungsgebühren von 3,90 Euro im Monat verhältnismäßig günstig. Normalerweise wird dieser Fall aber eher selten eintreten, da selbst Auszubildende, Studenten und Arbeitslose in der Regel einen regelmäßigen Geldeingang, sei es Bafög, Unterstützung durch die Eltern, bzw. Arbeitslosengeld haben.

Ein großer Vorteil des Girokontos der 1822direkt ist vor allem die hohe Verfügbarkeit von Geldautomaten, an denen der Kunde mit der 1822direkt-SparkassenCard kostenlos Bargeld abheben kann. Als Tochter der Frankfurter Sparkasse können die Kontoinhaber alle Sparkassen-Automaten in Deutschland kostenlos nutzen. Bekanntermaßen verfügen die Sparkassen über ein großes und weit gestreutes Netz an Bankautomaten. Selbst in ländlichen Gegenden findet man in der Regel einen Geldautomaten einer Sparkasse. Zudem kann man auch in teilnehmenden Rewe-Märkten bei einem mit der 1822direkt-SparkassenCard bezahlten Einkauf in Höhe von mindestens 20 Euro bis zu 200 Euro Bargeld beziehen.

Zusätzlich kann auf Wunsch auch eine Kreditkarte wie die Visa-Card oder Mastercard beantragt werden. Die Kreditkarte ist im ersten Jahr gebührenfrei und schlägt ab dem zweiten Jahr mit relativ günstigen 20 Euro pro Jahr zu Buche. Mit der kostenlosen Kreditkarte kann kostenlos Bargeld an allen Geldautomaten im Euroraum bezogen werden.
Mit einem variablen Zinssatz von aktuell 10,25 Prozent für den Dispositionskredit und 15,50 Prozent für sonstige Kontoüberziehungen, gehört die 1822direkt zwar nicht zu den Testsiegern in diesem Bereich, liegt aber im vorderen Mittelfeld. Aktuell bietet die Direktbank eine sogenannte Aktivierungsprämie für Neukunden über 27 Jahren an, die bis zum 31.03.2011 ein 1822direkt-GiroSkyline eröffnen. Die Aktivierungsprämie erhält der Kunde, wenn das Konto innerhalb von 3 Monaten nach Kontoeröffnung einen regelmäßigen monatlichen Geldeingang von 1.000 Euro in 3 aufeinander folgenden Monaten aufweist. Die Auszahlung der Prämie erfolgt im Juli 2011.

Fazit: Ein insgesamt empfehlenswertes kostenloses Girokonto. Vor allem die hohe Verfügbarkeit an Geldautomaten ist ein großer Pluspunkt. Einen Sparkassen-Automaten findet man flächendeckend fast überall in Deutschland. Fernreisende werden allerdings sicherlich die Möglichkeit vermissen im außereuropäischen Ausland kostenlos Bargeld zu beziehen.

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Kostenloses Girokonto: Sicherheit beim Online-Banking

Anlässlich des EU-Tags der Sicherheit im Internet, der hauptsächlich die Sicherheit von Kindern und Jugendlichen im Internet zum Thema hat, lohnt es sich aber auch einmal über die Sicherheit von Geldgeschäften im Internet-Zeitalter nachzudenken.

Nach wie vor schrecken viele Bankkunden vor den Angeboten von Direktbanken und dem damit verbundenen Online-Banking zurück, obwohl diese Banken in der Regel gegenüber den alteingesessenen Filialbanken die deutlich günstigeren Konditionen anbieten. Daher verzichten viele Kunden auf ein günstiges oder sogar komplett kostenloses Girokonto. Obwohl diese Bedenken in Hinblick auf die fast täglich durch die Presse gehenden Warnungen vor neuen Computerviren und Trojanern, die zumindest zum Teil auf das Internet-Banking abzielen, nicht ganz unbegründet ist, kann man doch das Risiko bei sorgsamen Umgang mit dem Medium Internet auf ein Minimum begrenzen.

Schon immer war der Umgang mit Geld von kriminellen Energien begleitet. Angefangen von Taschendieben über Raub- und Banküberfälle bis hin zum Scheckbetrug gab es schon immer Personen, die nur Ihr Bestes wollten, nämlich Ihr Geld. Dies hat sich natürlich auch im Zeitalter von Online- und Automatenbanking nicht geändert, lediglich die Methoden sind inzwischen Andere. Kennt man allerdings die Gefahren, kann man sich entsprechend wappnen.

Für die meisten Bankkunden ist es inzwischen zur Selbstverständlichkeit geworden mit Ihrer Bankkarte Geld am Automaten abzuheben, dabei hat gerade hier die Rate an Betrugsversuchen durch das sogenannte „Skimming“ in den letzten Jahren überproportional zugenommen. Dennoch wollen die Wenigsten von uns auf den Luxus verzichten unabhängig von den Öffnungszeiten und möglichst auch ortsunabhängig Bargeld abzuheben.

Beim Online-Banking gibt es immer noch mehr Vorbehalte. Während selbst Experten einen gut manipulierten Geldautomaten kaum erkennen, kann man gerade beim Online-Banking durch relativ einfache Maßnahmen und Verhaltensregeln das Risiko selbst auf ein Minimum reduzieren. Zudem bemühen sich auch die Geldinstitute laufend um eine Verbesserung der Sicherheit beim Online-Banking.

Fazit: Es gibt keinen vernünftigen Grund auf ein kostenloses Girokonto bei einer Direktbank zu verzichten, wenn man einige Grundregeln beachtet. Alle Banken, die Online-Banking anbieten, geben hierzu entsprechende Informationen heraus. Wir werden aber auch an dieser Stelle in loser Folge auf das Thema Sicherheit beim Online-Banking eingehen, bis hin zu fast 100 Prozent sicheren Lösungen.

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Das kostenlose Girokonto der ING DiBa

Woran denken Sie, wenn Sie den Namen Dirk Nowitzki hören? Ja genau, das ist doch der mit der ING DiBa. Sportfans werden Dirk Nowitzki natürlich auch als einen der weltweit besten Basketballspieler kennen. Die ING DiBa gehört zu den Urgesteinen der Direktbanken auf dem deutschen Markt und bietet bereits seit Jahren ein kostenloses Girokonto mit durchaus sehenswerten Konditionen an.

Die ING-DiBa ist eine der größten Direktbanken Europas und gehört auch in Deutschland zu den besten Girokonto Anbietern auf dem Markt. Das Kreditinstitut hat sich vor allem mit kostenlosen Girokonten einen Namen gemacht. Das Girokonto wurde schon mehrfach in der Fachpresse ausgezeichnet.

Das kostenlose Girokonto der ING DiBa gehört in die Gruppe der bedingungslos kostenlosen Girokonten ohne geforderten monatlichen Mindestgeldeingang und bietet neben einer kostenlosen ec-/Maestro-Karte auch eine ebenfalls kostenlose VISA Direkt-Card. Mit der ec-/Maestro-Karte kann man kostenlos an Geldautomaten der ING DiBa, die man vor allem an Aral Tankstellen, in Einkaufszentren oder bei Media Markt Filialen findet, gebührenfrei Geld abheben. Zudem kann man auch bei teilnehmenden REWE-Märkten ab einem Einkaufswert von 20 Euro Bargeld beziehen.

Alternativ lässt sich mit der VISA Direkt-Card im Euroraum an allen Geldautomaten mit Visa-Zeichen kostenlos Geld abheben. Bargeldabhebungen im nicht zur Eurozone gehörenden Ausland sind aber leider nicht gebührenfrei. Bei der Visa-Direkt-Card handelt es sich nicht um eine Kreditkarte im herkömmlichen Sinn. Zahlungen oder Bargeldabhebungen mit der Kreditkarte werden tagesaktuell vom Girokonto abgebucht.

Bei den Dispozinsen gehört die ING DiBa mit 9,0 Prozent und einem Zinssatz für geduldete Überziehungen von 12,5 Prozent eher zu den günstigeren Anbietern.

Zu den Vorzügen des kostenlosen Girokontos gehört vor allem die bedingungslos gebührenfreie Kontoführung mit kostenloser ec- und VISA-Karte, auch wenn es sich bei der VISA-Direkt-Card nicht wirklich um eine Kreditkarte im Sinne des Wortes handelt. Auch die Dispo- und Überziehungszinsen können sich durchaus sehen lassen. Kleiner Nachteil ist die fehlende Möglichkeit auch außerhalb des Euroraums kostenlos Bargeld abheben zu können. Für Kunden, die nicht zu den Fernreisenden gehören, bzw. für diesen Fall Alternativen haben ist das kostenlose Girokonto der ING DiBa aber sicherlich eine gute Wahl.

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Top Giro – Das kostenlose Girokonto der Wüstenrot

Ein weiteres kostenloses Girokonto, das ohne Bedingungen wie einen monatlichen Mindestgeldeingang oder ein Mindestguthaben angeboten wird, ist das Top Giro von Wüstenrot.

Die Wüstenrot Bank AG ist den meisten Verbrauchern aufgrund der Werbung sicherlich eher als Anbieter von Baufinanzierungen bekannt. Die Wüstenrot Bank AG gehört zum Konzern Wüstenrot & Württembergische, einem der größten Finanz- und Versicherungskonzerne Deutschlands. Das Geldinstitut ist eine reine Direktbank und unterhält dementsprechend keine Filialen.

Beim daher erforderlichen Online-Banking bemüht sich Wüstenrot um maximale Sicherheit. Für eine einmalige Gebühr von 10 Euro können Kunden die sogenannte Tan Box anfordern und mit dieser Online-Hardware und der beim kostenlosen Girokonto inklusiven Bankkundenkarte (MAESTRO, ehemals ec-Karte) das SecureTAN plus1 Verfahren nutzen. Vorteil dieses Verfahrens ist, dass die für Transaktionen erforderliche TAN (Transaction Number) abhängig von den Transaktionsdaten speziell für die aktuell anstehende Transaktion berechnet wird und damit nur für diese und keine anderen Transaktionen verwendet werden kann.

Mit der MAESTRO-Karte kann im Inland an den ca. 2500 zu CashPool gehörenden Geldautomten kostenlos Bargeld abgehoben werden. Den Automatenverbund CashPool sollte man nicht mit der Cash-Group verwechseln, die ein deutlich größeres Netz an Automaten vereint. Daher sollte sich der potentielle Neukunde im Vorfeld informieren, ob sich einer dieser Geldautomaten in akzeptabler Reichweite (Wohnort oder Arbeitsplatz) befindet. Wer zum Beispiel eine Sparda-Bank in der Nähe hat, hat durchaus gute Chancen. Zusätzlich kann man mit der Bankkundenkarte bis zu 200 EUR Bargeld bei mehr als 4.500 REWE und PENNY-Märkte beziehen, vorausgesetzt der Einkaufswert beträgt mindestens 20 EUR bei REWE, bzw. mindestens 25 EUR bei PENNY und die Bezahlung erfolgt mit der Maestro-Karte.

Neben der Bankkundenkarte gehört zu dem Angebot auch eine kostenlose Visa-Card. Die Visa Classic bekommt man als Kunde nach einer Bonitätsprüfung und sofern man über 18 Jahre alt ist. Ansonsten ist eine Visa Prepaid, also eine Visa-Karte auf Guthabenbasis erhältlich. Mit der Visa Classic kann 24 mal im Kalenderjahr, mit der Visa Prepaid 12 mal deutschland- und weltweit kostenfrei Bargeld an Automaten mit dem Visa-Symbol bezogen werden. Darüber hinausgehende Abhebungen kosten den Kunden 99 Cent.

Guthaben auf dem kostenlosen Girokonto der Wüstenrot werden mit einem variablen Zinssatz von aktuell 0,33 Prozent vergütet. Das ist zwar nicht viel, allerdings gibt es etliche Girokonten, die gänzlich auf eine Guthabenverzinsung verzichten. Mit Dispozinsen von aktuell 12,01 Prozent und den Zinsen für eine geduldete Kntoüberziehung von aktuell 16,01 Prozent gehört das Angebot sicher nicht zu den günstigsten, aber auch nicht zu den teuersten Girokonten.

Positiv zu bewerten ist beim Top Giro der Wüstenrot die bedingungslos kostenlose Kontoführung ohne Mindestgeldeingang oder Mindestguthaben. Auch die Bemühungen um ein möglichst sicheres Online-Banking sind lobenswert und keinesfalls selbstverständlich. Der Punkt Bargeldbezug hängt stark von der individuellen Lage (Wohnort, Arbeitsstelle) ab. Zu einer leichten Abwertung führen aber die Dispo- und Überziehungszinsen, auch wenn es nur wenige Mitstreiter gibt, die sich in diesem Punkt deutlich besser stellen.

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Giro plus – Das kostenlose Girokonto der Postbank

Auch die Postbank, die letztes Jahr von der Deutschen Bank übernommen wurde, bietet als Filialbank ein kostenloses Girokonto an. Das Giro plus genannte Konto gehört allerdings nicht zu den bedingungslos kostenlosen Girokonten, da die Voraussetzung für eine gebührenfreie Kontoführung ein monatlicher bargeldloser Geldeingang von 1.000 Euro ist. Ansonsten berechnet die Postbank 5,90 Euro Kontoführungsgebühren. Die Art des monatlichen Mindestgeldeingangs ist allerdings nicht genauer festgelegt, so dass nicht nur Lohn und Gehalt, sondern auch andere Einnahmen akzeptiert werden müssten. Für Auszubildende und Studenten ist das Girokonto auch ohne Mindestgeldeingang kostenlos.

Zusätzlich gehört zu dem Paket der Postbank eine Kreditkarte und ein kostenloses Tagesgeldkonto. Die Visa-Card ist allerdings nur im ersten Jahr kostenlos, und schlägt ab dem zweiten Jahr mit einer jährlichen Gebühr von 22 Euro zu Buche.

Mit der inklusiven Postbank Card kann kostenlos Bargeld an ca. 9.000 Geldautomaten der Cash Group und teilnehmenden Shell Tankstellen und natürlich in über 1.100 Postbank Finanzcentern und vielen Filialen der Post abgehoben werden. Als Besonderheit erhält man aktuell bei den teilnehmenden Shell-Tankstellen einen Rabatt von 2 Cent pro Liter Kraftstoff, wenn man die Rechnung mit der Postbank Card begleicht. Diese Sonderaktion ist allerdings befristet bis 02.03.2011. Danach soll es aber wieder den auch vorher schon üblichen Rabatt von 1 Cent pro Liter geben.

Das kostenlose Tagesgeldkonto kann aufgrund seiner niedrigen Zinsen von maximal 1,10 Prozent pro Jahr eher nicht punkten. Da gibt es auf dem Markt erheblich bessere und ebenfalls kostenlose Angebote.

Zu den großen Vorteilen der Postbank und ihres kostenlosen Girokontos gehört sicherlich die sehr hohe Anzahl an Geldautomaten, sowie das immer noch weitverbreitete Filialnetz. Zudem sind die Öffnungszeiten der Postfilialen zumindest etwas arbeitnehmerfreundlicher, als die Schalterzeiten der meisten anderen Filialbanken. Darüber hinaus sind aber natürlich auch kostenloses Online- und Telefonbanking inklusive. Zu den Nachteilen gehört sicherlich der geforderte Mindestgeldeingang und auch die vergleichsweise hohen Dispo- und Überziehungszinsen. Mit 13,16 Prozent für den Dispositionskredit und 16,90 Prozent für geduldete Kontoüberziehungen gehört die Postbank nicht gerade zu den günstigen Anbietern.

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Comdirect – Das kostenlose Girokonto mit Zufriedenheitsgarantie

Ein weiteres Girokonto, das sich stets in Vergleichen und Tests auf den vorderen Plätzen bewegt, ist das kostenlose Girokonto der Comdirect. Die Comdirect Bank AG ist die Direktbanktochter der Commerzbank und bietet im Vergleich zu anderen kostenlosen Girokonten einige Besonderheiten.

Das kostenlose Girokonto gehört in die Gruppe der bedingungslos und damit dauerhaft kostenlosen Girokonten und setzt dementsprechend keinen Mindestgeldeingang voraus. Als Besonderheit wirbt die Comdirect mit ihrer Zufriedenheitsgarantie. Neukunden erhalten als Prämie 50 Euro auf das kostenlose Girokonto von der Comdirect gutgeschrieben. Voraussetzung für das Startguthaben ist, dass in den ersten 3 Monaten nach Kontoeröffnung mindestens 5 Transaktionen je über 25 Euro oder mehr durchgeführt werden. Das Startguthaben wird dann im 4. Monat nach Kontoeröffnung auf dem Girokonto gutgeschrieben. Sollte der Kunde nach einem Jahr mit dem Konto nicht zufrieden sein und dieses zwischen dem 12. und 15. Monat nach Kontoeröffnung wieder kündigen, erhält er weitere 50 Euro. Die Comdirect zeigt sich damit sehr überzeugt von ihrem Angebot.

Aber auch unabhängig von dieser Besonderheit, handelt es sich bei dem kostenlosen Girokonto der Comdirect um ein empfehlenswertes Angebot. Wie bereits erwähnt ist das Girokonto ohne Nebenbedingungen kostenfrei und bietet inklusive eine ec-/Maestro-Karte und eine kostenfreie Kreditkarte (VisaCard) an. Die ec-Karte kann an den ca. 9.000 Geldautomaten der Cash Group kostenfrei zum Abheben von Bargeld eingesetzt werden. Mit der kostenlosen Visa-Karte kann neben ihrer eigentlichen Funktion als Kreditkarte im Ausland weltweit an allen Automaten mit Visa-Zeichen gebührenfrei Bargeld abgehoben werden.

Im Paket mit dem kostenlosen Girokonkto kann man sowohl ein kostenloses Tagesgeld und ein ebenfalls kostenloses Depot beantragen. Das Tagesgeldkonto liegt mit aktuell 1,75 Prozent bis zu einer Einlage von 5.000 Euro zwar nicht im Spitzenfeld, aber immerhin im guten Mittelfeld unter den Tagesgeldanbietern.
Da es sich bei der Comdirect um eine Direkt-, bzw. Online-Bank handelt, bietet das Institut keine Filialen, d.h. die üblichen Bankgeschäfte werden über Online-Banking abgewickelt. Dafür bietet das kostenlose Girokonto aber sehr gute Konditionen. Auch die Dispozinsen bewegen sich mit aktuell 9,90 Prozent gerade noch im akzeptablen Bereich von unter 10 Prozent.

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Die Norisbank: Ein kostenloses Girokonto bei einer Filialbank

Die Norisbank ist eine Tochter der Deutschen Bank und keine klassische Direktbank, sondern mit 97 Filialen im Bundesgebiet vertreten. Alle Transaktionen (Überweisungen, Daueraufträge, etc.) können kostenlos an den Selbstbedienungsterminals in den Filialen erledigt werden. Transaktionen per Telefon über ein Callcenter sind allerdings gebührenpflichtig und alles andere als günstig. Beleghafte Überweisungen können nur an den Belegscannern in den Filialen kostenlos erledigt werden. Damit setzt die Norisbank auch in ihren Filialen weitestgehend auf Selbstbedienung. Kostenlos ist natürlich wie bei Direktbanken die Abwicklung der Bankgeschäfte per Online-Banking.

Die Stiftung Warentest hat das Girokonto der Norisbank in einem Test Mitte letzten Jahres als bestes kostenloses Girokonto ausgezeichnet. Das Konto gehört in die Gruppe der Girokonten, die auch ohne regelmäßigen Mindestgeldeingang gebührenfrei sind und bleiben.

Mit der im Paket enthaltenen ec-Karte kann man bundesweit an den weitverbreiteten Geldautomaten der CashGroup kostenlos Bargeld beziehen und hat damit gute Chancen einen der ca. 7.000 Geldautomaten in der Nähe zu finden. Erhöht wird das Angebot noch durch die Möglichkeit bei ca. 1.000 Shell-Tankstellen Geld abzuheben. Das Abheben von Bargeld ist dabei unabhängig vom Tanken oder dem Kauf sonstiger Artikel. Mit der nach Bonitätsprüfung ebenfalls kostenlosen Kreditkarte (Mastercard) kann weltweit an mit dem Mastercard-Zeichen gekennzeichneten Geldautomaten Bargeld bezogen werden. Die Kreditkartenumsätze werden monatlich abgerechnet. Bargeldeinzahlungen sind an den Automaten der norisbank und der Deutschen Bank möglich. Ein Vorteil, den reine Direktbanken nicht bieten.

Bei der Beantragung des Girokontos kann man gleich ein ebenfalls kostenloses Tagesgeldkonto mit einer aktuellen Verzinsung von 1,10% p.a. mit beantragen. Die aktuellen Dispozinsen liegen mit aktuell 12,00% über denen mancher Direktbanken. Für geduldete Überziehungen berechnet die Norisbank aktuell 16,5 Prozent.

Wer nicht gänzlich auf eine Bankfiliale verzichten möchte, ist mit dem kostenlosen Girokonto der Norisbank gut bedient. Vorteile sind vor allem das weitverbreitete Geldautomaten-Netz (Cash Group) und die Möglichkeit an den eigenen und den Automaten der Deutschen Bank auch Bargeld einzahlen zu können. Ein Nachteil sind die nicht gerade günstigen Dispo- und Überziehungszinsen, allerdings verlangen etliche andere Banken in diesem Punkt noch mehr.

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