Mindestgeldeingang

Verbrauche profititieren von der Marktsituation bei kostenlosen Girokonten

Immer mehr Banken bieten ein kostenloses Girokonto an und versuchen damit Neukunden zu werben. Die Marktsituation bei den kostenlosen Girokonten ist hart umkämpft und die Banken überbieten sich teils in den Aktionen. Die eindeutigen Profiteure davon sind die Verbraucher, die mit Geldgeschenken und anderen Attraktiven Prämien geworben werden. Bei einigen Banken erhält man neben einer Kontogutschrift weitere Vorteile wie beispielsweise Tankrabatte oder eine kostenlose Kreditkarte, mit der man beim Einkaufen und Shoppen noch weitere Boni oder Rabatte erhält. Was zunächst einmal sehr gut klingt und tatsächlich auch in vielen Fällen einen geldwerten Vorteil verspricht, sollte jedoch immer genau hinterfragt werden.

Gerade bei den kostenlosen Girokonten ist nicht jedes Produkt empfehlenswert. Unter Umständen zahlt man bei einem kostenlosen Girokonto sogar drauf und zwar immer dann, wenn es einen bestimmten Mindestgeldeingang gibt. Viele Banken bieten ein kostenloses Girokonto nur dann an, wenn man monatlich einen regelmäßigen Geldeingang in bestimmter Höhe vorweisen kann oder das Girokonto als Gehaltskonto führt. Ist das nicht möglich, zahlt man für ein eigentlich als kostenloses Girokonto angebotenes Produkt am Ende doch wieder Gebühren. Daher sollte man sich gerade in der aktuellen Marktsituation bei kostenlosen Girokonten immer genau informieren und die Angebote vergleichen.

Eine Geldprämie nützt sehr wenig, wenn Sie durch versteckte Gebühren auf Jahressicht dann doch mehr bezahlen. Wer ein kostenloses Girokonto abschließt, der möchte damit Bankgebühren sparen und nicht unnötig draufzahlen. Daher sollte man sich durch einen unabhängigen und neutralen Girokonto Vergleich im Internet vorab informieren, um keine teurer Überraschung zu erleben. Es gibt sehr gute und empfehlenswerte Girokonten, die tatsächlich ohne Gebühren und versteckte Bedingungen auskommen. Auch bei diesen erhält man oftmals eine Prämie oder ein Geldgeschenk für die Kontoeröffnung.

Zusammen gefasst sollte man die vielen attraktiven Girokonto Angebote genau miteinander vergleichen. Die Auswahl für ein kostenloses Girokonto macht man jedoch besser nicht daran aus, ob man nun 20 Euro, 30 Euro oder 50 Euro als Kontoeröffnungsprämie erhält, sondern wie viel Sie effektiv mit dem jeweiligen kostenlosen Girokonto auf Jahressicht einsparen. Unter dem Strich macht sich ein kostenloses Girokonto, das ohne Mindestgeldeingang auskommt immer bezahlt und kann die bessere Wahl sein, selbst wenn es keine attraktive Prämie oder Neukundenaktion gibt.

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Giro plus – Das kostenlose Girokonto der Postbank

Auch die Postbank, die letztes Jahr von der Deutschen Bank übernommen wurde, bietet als Filialbank ein kostenloses Girokonto an. Das Giro plus genannte Konto gehört allerdings nicht zu den bedingungslos kostenlosen Girokonten, da die Voraussetzung für eine gebührenfreie Kontoführung ein monatlicher bargeldloser Geldeingang von 1.000 Euro ist. Ansonsten berechnet die Postbank 5,90 Euro Kontoführungsgebühren. Die Art des monatlichen Mindestgeldeingangs ist allerdings nicht genauer festgelegt, so dass nicht nur Lohn und Gehalt, sondern auch andere Einnahmen akzeptiert werden müssten. Für Auszubildende und Studenten ist das Girokonto auch ohne Mindestgeldeingang kostenlos.

Zusätzlich gehört zu dem Paket der Postbank eine Kreditkarte und ein kostenloses Tagesgeldkonto. Die Visa-Card ist allerdings nur im ersten Jahr kostenlos, und schlägt ab dem zweiten Jahr mit einer jährlichen Gebühr von 22 Euro zu Buche.

Mit der inklusiven Postbank Card kann kostenlos Bargeld an ca. 9.000 Geldautomaten der Cash Group und teilnehmenden Shell Tankstellen und natürlich in über 1.100 Postbank Finanzcentern und vielen Filialen der Post abgehoben werden. Als Besonderheit erhält man aktuell bei den teilnehmenden Shell-Tankstellen einen Rabatt von 2 Cent pro Liter Kraftstoff, wenn man die Rechnung mit der Postbank Card begleicht. Diese Sonderaktion ist allerdings befristet bis 02.03.2011. Danach soll es aber wieder den auch vorher schon üblichen Rabatt von 1 Cent pro Liter geben.

Das kostenlose Tagesgeldkonto kann aufgrund seiner niedrigen Zinsen von maximal 1,10 Prozent pro Jahr eher nicht punkten. Da gibt es auf dem Markt erheblich bessere und ebenfalls kostenlose Angebote.

Zu den großen Vorteilen der Postbank und ihres kostenlosen Girokontos gehört sicherlich die sehr hohe Anzahl an Geldautomaten, sowie das immer noch weitverbreitete Filialnetz. Zudem sind die Öffnungszeiten der Postfilialen zumindest etwas arbeitnehmerfreundlicher, als die Schalterzeiten der meisten anderen Filialbanken. Darüber hinaus sind aber natürlich auch kostenloses Online- und Telefonbanking inklusive. Zu den Nachteilen gehört sicherlich der geforderte Mindestgeldeingang und auch die vergleichsweise hohen Dispo- und Überziehungszinsen. Mit 13,16 Prozent für den Dispositionskredit und 16,90 Prozent für geduldete Kontoüberziehungen gehört die Postbank nicht gerade zu den günstigen Anbietern.

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